Anthologie-Ausschreibung Prosa 2008
Weihnachtsgeschichten für Erwachsene
ISBN: 978-3-86675-080-7
Veröffentlichte Geschichte: Ein pelziger Weihnachtsengel (Seite 207)
Weihnachtsgeschichten für Erwachsene
ISBN: 978-3-86675-080-7
Veröffentlichte Geschichte: Ein pelziger Weihnachtsengel (Seite 207)
Seitenanzahl: 2 | Preis: 0,00 €
Kürzlich schrieb ich eine Geschichte für einen Wettbewerb, bei dessen Thema es um Brieftauben gehen sollte. So schrieb ich die Geschichte und gab sie einem lieben Freund zu lesen, damit er mir sagte, ob sie was taugte oder nur einer meiner Gedankenrülpser sei. Seine erste Inspiration nur zu diesem Thema – er las von einer Biertaube anstatt von einer Brieftaube. Hatte er einen kleinen Knick in der Pupille oder war hier der Wunsch nach einem kühlen Bier mehr Vater der Gedanken? Kam es, da man heute keinen Brief mehr schreibt und nur noch Emails, man keine Tauben mit Briefen heut mehr kennt, oder weil ihn ungeheuer dürstete? Doch diese Nachricht – er schrieb sie um acht Uhr in der Früh, nicht erst am Abend. War er denn um diese Uhrzeit schon so verzweifelt, dass er den Frust am liebsten gleich ertränkt hätt? Gerne hätte ich ihm diesen Wunsch erfüllt, doch uns trennten viele Kilometer. Insofern wäre der Gedanke der Taube mit dem Bier nicht schlecht …
Seitenanzahl: 2 | Preis: 0,00 €
Heute haben wir Email, Telefon und jede Menge Technik und ständig wird sie besser und noch viel schneller. Doch wobei bleibt noch die Romantik? Plöp ist eine Email eingegangen. Man sieht, sie kommt von seinem Liebsten. Plöp, es ist auch schon die Nächste da. Und Plöp - hier ne Einladung zum Essen und da eine zum Tanz. Und Plöp macht es den ganzen Tag und unaufhörlich …
Seitenanzahl: 1 | Preis: 0,00 €
Vollkommen unüberlegt und ganz spontan sprach er eine Einladung aus. Es war über Sylvester. Und das Gegenüber hat tatsächlich auch noch angenommen. Warum, das wusste weder er noch sie. Warum sie beide Zeit hatten, das wusste auch keiner von beiden. Und nun da war es dann soweit, sie sollte kommen. Doch sagte er ebenso unüberlegt, sie könne gerne ihren Hund mitbringen …
Seitenanzahl: 1 | Preis: 0,00 €
Ludwig H. Rinstein ist am Abend des 31. Mai 2007 von uns gegangen. Er entschlief ruhig und einsam in einem Rinnstein, in dem kurz darauf ein vorbeikommender Hund seine Tagesgeschäfte verrichtete. Ein tragischer Tod, aber ein würdiger Tod. Denn dieser Hund zeigte ihm, was die Welt von ihm gehalten hat …
Seitenanzahl: 24 | Preis: 2,00 €
Hatten Sie schon einmal Longierbesuch? Es ist schon eine Umstellung, wenn verschiedene Haushalte aufeinander treffen mit unterschiedlichem Lebensrhythmus, unterschiedlichen Gewohnheiten und verschiedenen Einstellungen. Wenn man Urlaubsgäste hat, hat es zwar den Vorteil, dass man seine eigene Stadt besser kennen lernt, denn man findet nie die Zeit dafür, sich in der Heimat die Sehenswürdigkeiten zu betrachten. Man fährt meist weit weg und wenn man Besuch bekommt, begibt man sich mit Reiseführer auf Tour und lernt die eigene Gegend endlich etwas besser kennen. Wenn man sich mit Schlaf- bzw. Aufstehgewohnheiten, Essensgewohnheiten und Interessen ähnelt, kann man sehr schöne Zeiten miteinander verbringen. Wenn Sie und Ihre Gäste, bzw. Gastgeber aber vollkommen unterschiedlich gestrickt sind, dann kann dies wirklich problematisch werden und schnell in Gastfeindschaft ausarten. Vom Freund zum Feind …
Seitenanzahl: 2 | Preis: 0,00 €
Irgendwann sah meine Mutter, wie sich mein Leben dank meines Navigationssystems gewandelt hatte. Als sie sah, dass ich nicht mehr durch die Welt irrte, und nach getaner Arbeit in fremden Städten nicht mehr Stunden lang nach meinem Hotel suchte, da diese meist sehr verwinkelt irgendwo liegen, fuhr sie in die Stadt, um es mir gleich zu tun. Selbst, wenn sie es eigentlich nicht unbedingt brauchte. Kaum hatte sie es ausgepackt und in Betrieb genommen, wandelte sich auch mein Leben durch das Navigationssystem meiner Mutter schlagartig, denn prompt läutete das Telefon und sie rief entsetzt: „Beatrice, ich habe mir ein Navigationssystem gekauft und es spricht in einer Sprache mit mir, die ich nicht verstehe!“ …
Seitenanzahl: 3 | Preis: 0,00 €
Es war ein regnerischer und stürmischer Tag, als ich morgens um fünf Uhr erwachte, da Martin, mein Freund wieder einmal vergessen hatte seinen Wecker auszuschalten, als er zu seiner Geschäftsreise aufgebrochen war. Wieder einzuschlafen schien aussichtslos, denn Mogli, unsere Katze wurde auch wach vom Wecker und wollte mich überreden aufzustehen und ihren Napf zu füllen. Als sie ihr unerträgliches, ausdauerndes Miauen endlich eingestellt hatte, kam sie zu mir ins Bett gekrochen und fühlte sich laut schnurrend wohl. Letztendlich stand ich doch auf und beschloss, meinen Tag beginnen zu lassen …
Seitenanzahl: 2 | Preis: 0,00 €
Neuerdings herrscht überall in Deutschland Rauchverbot. Nicht, dass mich das stören würde. Schließlich habe ich vor drei Wochen mit dem Rauchen aufgehört und bin nun froh, nichtraucherfreie Zonen vorzufinden, an welchen ich nicht von meiner Sucht übermannt werde. Und das erste mal, als das positiv aufgefallen war – war, als Martin und ich uns mit Vera trafen. Freudig begrüßte uns Vera aber sah mich entschuldigend an. „Das ist ein Nichtrauchertisch!“, sagte sie kleinlaut. „Kein Problem!“, teilte ich stolz mit. „Ich habe aufgehört!“ …
Seitenanzahl: 3 | Preis: 0,00 €
Endlich war der große Tag gekommen. Der Tag, an dem ich mir ein Navigationssystem leistete. Der Tag, an dem meine Nerven nicht mehr durch umständliche Wegbeschreibungen, ausgedruckt aus dem Internet strapaziert wurden, die man im dunkeln nicht lesen konnte, oder man keine Straßenschilder findet um festzustellen, ob man richtig ist. Endlich war der Tag gekommen, an dem ich nicht mehr ziellos herum irren sollte. An dem ich Schnurstracks mein Ziel erreichen würde. Endlich. Zumindest habe ich das gedacht …
Seitenanzahl: 2 | Preis: 0,00 €
In diesem Jahr sind wir wieder einmal umgezogen. Nicht, weil wir wollten, sondern weil wir wohl sonst nichts besseres zu tun gehabt hätten, als der Eigentümer unserer Wohnung Eigenbedarf angemeldet hat, um alleine eine Vierzimmerwohnung zu beziehen Aber das ist eine andere und längere Geschichte. Mit diesem Umzug haben wir nicht nur den Wohnort gewechselt, sondern auch die für uns zuständige Postfiliale. Dabei habe ich mir eigentlich nichts gedacht, da ich in allen Postfilialen bisher sehr freundlich behandelt wurde. Das sollte sich allerdings ändern, denn nun brachte ich meine Post in ein Schreibwarengeschäft an einen Postschalter ohne Posteigenes Personal, sondern zu dem Personal der Mitarbeiter und Eigentümer des Schreibwarengeschäftes. Als ich dieses Geschäft mit integrierter Post zum ersten Mal betrat, fiel mein Blick sofort auf ein Plakat, welches direkt neben dem Postschalter angebracht war …
Seitenanzahl: 3 | Preis: 0,00 €
Gestern war ich beim Hautarzt. Da bin ich neuerdings Stammgast, da sich die Haut an meinen Fingern seit einiger Zeit etwas eigenartig verhält. Mein Hausarzt tippte auf eine Milchallergie und ich verzichtete seit einer geraumen Zeit auf Pudding, Sahne, Milch und Butter und war deshalb schon einer Verzweiflung nahe, denn geändert hatte sich durch den Verzicht überhaupt gar nichts. Ich lass mal nachschauen, habe ich mir gedacht …
Seitenanzahl: 2 | Preis: 0,00 €
Da ich so viel mit dem Auto unterwegs bin und dabei oft sehr müde werde, habe ich mir eine Fernfahrertasse gekauft. Eine, die einem den Kaffee lange warm halten soll. Diese habe ich an einer Tankstelle an einer Autobahn entdeckt und ein Fernfahrer rief mir zu, als ich dieses Ding beäugte: „Die sind echt super! Eine Stunde heißer Kaffee!“ Das ließ ich mir nicht zwei Mal sagen und kaufte diese Wundertasse und füllte sie auch sogleich mit dem wach machenden Getränk. Glücklich setzte ich mich in meinem hellen Pullover zurück hinter das Lenkrad, meine neue Errungenschaft in der dafür vorgesehenen Halterung neben mir und nahm einen großen Schluck daraus …
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Max bekam am Oberarm ein eigenartiges Geschwür, welches auch stetig wuchs. So ging Angela mit ihm sicherheitshalber sofort ins Krankenhaus, da man dort die benötigten Untersuchungen durchführen konnte und er sowieso schon Stammgast dort war …
Seitenanzahl: 1 | Preis: 0,00 €
Wieder einmal habe ich Max zum einkaufen mitgenommen, da seine Mutter krank war und ich ihr ein wenig Ruhe gönnen wollte. Als ich die benötigten Vorräte mühsam zusammengesucht hatten und dabei auch Max nicht verloren hatte, kamen wir endlich an einer langen Schlange vor der Kasse an …
Seitenanzahl: 2 | Preis: 0,00 €
Es beruhigt mich immer wieder, wenn Max nicht nur bei mir Chaos produziert. Ich dachte schon meine Tollpatschigkeit würde sich insbesondere auf kleine Kinder übertragen. Seine Mutter erwartete Besuch und wurde mit ihrem Badputz nicht ganz fertig. So stellte sie die Scheuermilch in unerreichbarer Höhe für Max auf dem Fensterbrett ab. Das dachte sie zumindest. Als Angela mit ihrem Besuch beim Kaffee saß fiel ihr auf, dass es in ihrer Wohnung verdächtig still war und sie schon eine Weile nichts mehr von Max gesehen oder gehört hatte. So stand sie auf und begab sich auf die Suche nach ihrem Sohn. Gefunden hat sie ihn im Bad. Der Fliesenboden hatte seine ursprüngliche Farbe verloren und war gelb. Gelb von der gelben Scheuermilch. Die Scheuermilch zierte nicht nur den gesamten Boden im Bad, er fand sich auch an den Händen von Max und um seinen Mund verschmiert. Hysterisch versuchte sie ihren Freund im Büro zu erreichen, der zu diesem Zeitpunkt gerade einen Vortrag über Vergiftungen hielt …
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Trotz meines einschlägigen Erlebnisses mit Max und der Küchentüre, ließ ich mich nochmals darauf ein auf ihn aufzupassen. Damit er mich diesmal nicht einschließen konnte, nahm ich ihn mit zum einkaufen. Ich packte Einkaufskörbe, Geldbeutel, Einkaufszettel und Max ins Auto und wir machten uns auf den Weg zu unserer Einkaufstour. Leider hatten wir an diesem Tag einen ungünstigen Tag erwischt …
Seitenanzahl: 1 | Preis: 0,00 €
Der Haarwuchs ließ bei dem kleinen Max, den ich hin und wieder hütete eine Weile auf sich warten, doch irgendwann setzte dieser auch ein und der erste Friseurbesuch blieb somit nicht aus. „Max, heute gehen wir Haare schneiden!“ Teilte ihm seine Mutter mit. „Nein! Ich gehe nicht zum Haare schneiden!“ Teilte Max wiederum seiner Mutter mit. „Warum willst du denn nicht zum Haare schneiden gehen?“ Fragte sie. „Weil das weh tut!“ Antwortete Max …
Seitenanzahl: 1 | Preis: 0,00 €
Max Bewegungsdrang legte sich so schnell nicht. Trotz diverser Unfälle mit seinem Dreirad bevorzugte er dieses Fortbewegungsmittel weiterhin und fuhr seine Rennen über den Flur der Wohnung und mit jedem Tag, den er älter wurde, schien sich die Geschwindigkeit zu steigern.
Seitenanzahl: 2 | Preis: o,oo €
Natürlich handelt diese Geschichte wieder von Max und einem Erlebnis vor dem Kindergarten. Wie sollte es auch sonst sein. Natürlich spielt auch das Dreirad wieder eine große Rolle dabei. Schließlich war er Rennfahrer und die Wohnung seiner Mutter der Nürburgring. Diesmal war er aber nicht auf dem Nürburgring unterwegs, sondern er hatte sein Dreirad in seinem Kinderzimmer geparkt. Ausnahmsweise war er nicht Rennfahrer, sondern Cowboy, war auf sein Bett geklettert und versuchte auf den Sitz seines Dreirades zu springen. So, wie er es wohl einmal im Fernsehen gesehen hatte. Es wollte allerdings nicht so recht klappen …

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